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Ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß

Ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß

Über Deutschlands Geheimnis, das keines blieb
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Ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß

Wer kennt nicht das Märchen Rumpelstilzchen der Gebrüder Grimm, in dem einer schönen Königin ein Männchen erscheint, ihr bei der Verwandlung von Stroh in Gold behilflich ist, dafür aber das erstgeborene Kind der Königin fordert, sich durch die Tränen der Königin nach dessen Geburt erweichen lässt und ihr sagt, dass sie nur dann, wenn sie nach drei Tagen den Namen des Männchens errät, das Kind behalten könne.

Ungefähr so wie das geheimnisvolle Männchen ist auch unsere Regierung in Berlin immer wieder dabei behilflich, ihre Einnahmen zu vergrößern und mittlerweile bis nach Griechenland bekannt dafür, die entsprechenden Tribute dafür einzufordern.

Dazu gibt die Bundesregierung immer wieder der Zentralbank der EU reichlich günstiges Geld, damit diese es weiter mit niedrigen Zinsen an Länder in Europa weiterleitet und welche damit einen ökonomischen Impuls in ihren Regionen anstossen sollen - also Straßen, Häuser, Flughäfen, Bahnstrecken, Strom- und Handynetze, sprich deren Infrastruktur erneuern. Denn wenn Geld günstig und zu niedrigen Zinsen nur ausreichend zur Verfügung steht, dann rennt alles sogleich zur Bank, leiht sich Geld und legt dann los mit dem Planen, Schrauben und Bauen, so die Theorie der Projektions-Wunder-Ökonomen von Anno-Dazu-Mal.

Man könnte fast meinen, diese Strategie der Bundesregierung und der Zentralbank der EU sei ein nobler und wirklich humanistischer Beginn einer allumfassenden Hilfe für die ganze Welt und in speziellem ganz besonders für Länder wie Spanien, Italien und eben auch Griechenland. Doch in Wirklichkeit steckt etwas ganz anderes dahinter und worüber man in den meisten Medien hierzulande natürlich kaum etwas hört.

Regierungen geben ihren Ländern und den darin wohnenden Menschen bezahlte Leistungen und erhalten für diese die entsprechenden Einnahmen über Steuern zurück. In manchen Ländern mehr, in anderen weniger. In Deutschland liegen diese Einnahmen der Regierung mit an der Spitze aller Länder überhaupt, wobei ein großer Teil davon die Unternehmenssteuern ausmachen, also Steuern, die die zahlreichen Betriebe und Gesellschaften an den Staat zahlen müssen. Diese sind ein Hauptaugenmerk der Regierung, weil die Unternehmen zumeist auch die vielen Menschen beschäftigen, an diese Löhne zahlt und über die dann wieder ein anderer Großteil der Steuern an den Staat zurückfliesst.

Damit die Einnahmen des deutschen Staates voluminös bleiben, müssen generell gesagt die steuerlichen Abgaben der Unternehmen unter allen Umständen hoch gehalten werden. Dies kann in hohen Summen nur dann erfolgen, wenn die Unternehmen möglichst hohe Verkäufe, Profite und Gewinne in ihren Buchhaltungen vorweisen können, denn dadurch bleiben die Abgaben der Unternehmen hoch und ebenso die Beschäftigungszahlen der Angestellten und Arbeiter - welche dann ebenso Steuern zurück an den Staat zahlen. Deshalb wurde stets alles nur erdenkliche initiiert, um den deutschen Unternehmen deren heutige Stellung in der globalen Welt zu ermöglichen.

So geschah es seit, mit und durch die tatkräftige Unterstützung der beiden Weltkriege, dass Deutschland einer der Gewinner der Industrialisierung beginnend von vor ungefähr 150 Jahren war und weiterhin ist. Die enorme Maschinen-Industrie ist bis heute der maßgebliche Faktor in der deutschen Wirtschaft. Mit all seinen verwandten und angebundenen, teilweise überhaupt erst dadurch ermöglichten Wirtschaftszweigen und Dienstleistungssektoren, sowie mit all den vielen Zuliefer-Firmen sind in deutschen Unternehmen hergestellte Fahrzeuge, Maschinen, Baukräne, Lastwagen, sowie Militär- und Gesundheitsinstrumente 'Made in Germany' für ca. 80 % aller Wirtschaftsleistungen in unserem Land verantwortlich.

Und unsere Maschinen bleiben nicht nur in Deutschland. Sie werden in alle Welt exportiert. Im Gegenzug werden Güter mit relativ niedrigem Wert von anderen Ländern nach Deutschland eingeführt. Deshalb sind wir immer wieder Mal der sog. 'Export-Weltmeister'. Nicht wegen unserer Fussballschuhe, sondern wegen unserer hochwertigen Maschinen und ohne welche die Welt anscheinend nicht leben kann - so suggerieren es jedenfalls die deutschen Maschinen-Marketing-Macher weltweit den Kunden.

So geht es seit bald einhundert Jahren, ohne dass irgend jemand Rumpelstilzchen bei seinem Tanz um das Feuer sehen oder hören durfte.

Doch seit den späten siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Rumpelstilzchen Stück für Stück enttarnt. Ein Wirtschaftszweig mit Namen Informationstechnologie wurde geboren und manifestierte sich mit gänzlich entgegengesetzten Werten als die teuren, physikalisch fassbaren Maschinen. Nicht greifbare Anweisungen in Computern waren es, die in kleinen elektrischen Impulsen Dinge vollbrachten, über die die Welt immer mehr zu Staunen begann. Einige, vormals den Maschinen vorbehaltene Bereiche wurden dabei durch Software ersetzt, z.B. bei Atomtests, welche heute komplett durch Computersimulationen stattfinden. Die Softwareprogramme wurden immer mächtiger und allumfassender, so dass die Software zusehend wertvoller wird, als die Maschinen selbst, welche oftmals nur noch programmierte Anweisungen von Computern und Software erhalten.

Der neueste Beweis dafür fand vor wenigen Jahren in der Autoindustrie durch selbstfahrende Autos statt. Mächtige, intelligente Softwarealgorithmen beobachten die Fahrt des Autos und steuern dieses - auch ohne einen menschlichen Fahrer. Auch wenn diese selbststeuernden Autos und deren Software erst seit einigen Jahren existieren, deren stete Weiterentwicklung wird wohl nur schwer zu stoppen sein sofern Strom und Spannung nicht irgendwann versiegen. Auch tödlich endende Unfälle in der Anfangsphase werden daran wohl wenig ändern. Es ist zu erwarten, dass menschlich verursachte Autounfälle sehr viel zahlreicher stattfinden werden, als in der Zukunft ausgereift selbstfahrenden Autos. Die Anfangsphase der Luftfahrtindustrie hatte übrigens mit ähnlichen Katastrophen und Herausforderungen zu kämpfen.

Was genau in den nächsten Jahren zu erwarten ist, kann man im folgenden Interview (auf Englisch) erkennen und beinhaltet bereits heute teilweise umgesetzte Konzepte wie selbstfahrende Autopiloten im Auto und im elektrisch-betriebenen, selbstfahrenden Lastwagen (!), sowie das Teilzeit-Auto, also ein geteiltes Eigentumsverhältnis eines Autos durch mehrere Personen, welches durch Software automatisch gemanaged wird und selbständig vor der Tür einer seiner vielen Eigner nur dann steht, wenn es auch wirklich gebraucht wird:



Hinzu zu dieser ersten Entblössung Rumpelstilzchens ab den 1970er kam, dass in den letzten Jahrzehnten auch andere Nationen wie z.B. China herausfanden, wie man Maschinen und Instrumente in großem Stil und hochwertig baut. Rumpelstilzchen bekam sozusagen ein paar Brüder und Schwestern neben sich gestellt, die auch mit um das Feuer herum tanzen wollten. Es musste fortan also etwas Platz für die anderen machen und den Schatz der Königin teilen. Das gefiel dem deutschen Rumpelstilzchen überhaupt gar nicht.

Spätestens seit der Wahl des neuen US-Präsidenten wurde Rumpelstilzchen aber endgültig erkannt und weltweit entblößt. Trump twitterte nämlich am 30. Mai 2017 an das unsichtbare, deutsche Rumpelstilzchen folgendes:

Wir haben ein MASSIVES Handelsdefizit mit Deutschland, plus sie geben WEIT WENIGER als sie sollten für NATO & Militär aus. Sehr schlecht für U.(n)S. Das wird sich ändern



Das Resultat ist und bliebt ein Deutschland in der Klemme - übrigens auch, was dessen katastrophale, zukünftig-demographische Entwicklung betrifft. Und seine Antwort ist fatal. Es will weiter mit dem Fuss auf den Boden stampfen und die Zentralbank der EU weiter anweisen, noch mehr günstiges Geld an die Banken nach Griechenland und weiß-Gott-wo-noch-hin zu senden, in der Hoffnung, das so wie in Spanien und Italien damit weiter gebaut und gebaut und gebaut wird - Unternehmungen, für die man heutzutage nicht mehr Menschen im großen Stil einstellt, sondern teure Maschinen Deutschlands Unternehmen für viel Geld abkaufen muss.

So sind es diese hochqualitativen Motoren, Autos, Lastwagen, Kräne, Baustelleninstrumente, medizinische Geräte, Militärteile und weitere Maschinen 'Made in Germany', die Deutschlands Export-Weltmeister-Unternehmen als die wirklichen Gewinner der gezielten Versuche einer massiven, knopfdruckartigen Ankurbelung der Wirtschaft anderer Länder auf Pump letztlich dastehen lassen - manchmal nach einem wirtschaftlichen Scheiterhaufen, mindestens aber nach einer Kulturrevolution in diesen Ländern.

In Spanien führte im Jahr 2007 dieser monetäre Faschismus Deutschlands und auch Frankreichs zu einer sog. 'Immobilien-Blase', also ein übermäßiges Bauen von Häusern und Wohnungen auf der spanischen Halbinsel, die


niemand wirklich brauchte, sondern die wegen des von heute auf morgen günstig und besonders einfach verfügbaren Geldes der spanischen Banken von vielen Unternehmen und Einzelkaufleuten dort errichtet wurden. Dies in der Hoffnung auf gewinnbringende Verkaufserlöse in der Zukunft - hoch fliegende Projektionen, die dann irgendwann in sich zusammenbrachen, als ein paar Jahre später die fertig gebauten Häuser und Wohnungen niemand kaufte, weil sie wie gesagt kaum jemand wirklich brauchte.

Und vor einiger Zeit kam man auch noch hinter ein weiteres, dunkles Geheimnis von Rumpelstilzchen. Es hatte nämlich die Abgas-Software in vielen seiner deutschen Fahrzeuge absichtlich falsch programmieren lassen, damit seine Maschinen auch weiterhin als die aller-aller-aller-besten der Welt gelten konnten.

Fast wie im Märchen von Rumpelstilzchen. Ein Bote der Königin findet nämlich auch hier heraus, dass Nachts im Wald ein Männchen um das Feuer tanzt und immer wieder singt:

Heute back ich, morgen brau ich,
übermorgen hol ich der Königin ihr Kind;
ach, wie gut, dass niemand weiß,
dass ich Rumpelstilzchen heiß !

So konnte die Königin letztlich ihr Kind behalten. Und Rumpelstilzchen zerreißt sich selbst vor lauter Wut mit den Worten:

Das hat Dir der Teufel gesagt !







 
von Martin D., akkreditierter und unabhängiger, investigativer Journalist aus Europa, der derzeit an einem Buch über die Wandlung der Massenmedien in agendahafte politische Akteure schreibt.
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